Poster
Poster
Poster
Poster

Impressum

Hinterdupfing
Cover
o v b logo

Artikel:
Datum:

"Höchst professionell gestaltet"
31.12.2011

Andreas Schmidbauer erhält besondere Anerkennung für Kameraarbeit und Ausstattung

"Höchst professionell gestaltet"

von Gertie Falk Der Priener Andreas Schmidbauer hat bei der Verleihung des Oberbayerischen Jugendfilmpreises 2011 die "besondere Anerkennung für Kameraarbeit und Ausstattung" erhalten. Seinen Film "Ein Deutscher" beurteilte die Jury folgendermaßen:

"Der 20-minütige Kurzfilm beschäftigt sich mit einer schwierigen Episode deutscher Geschichte. Kameraarbeit und Ausstattung sind herausragend umgesetzt. Historische Kostüme und Requisiten sowie gekonnt gewählte und authentisch gestaltete Drehorte prägen das Bild des Films. Von den Cocktailfähnchen über die SS-Uniformen bis hin zur Dampflok ist das Projekt konsequent mit viel Detailversessenheit und höchst professionell gestaltet. Die Kameraarbeit bietet stimmungsgemäß ausgeleuchtete Bilder. Look und Bildgestalung setzen die Geschichte und Charaktere erstklassig in Szene. Einstellungen, Kamerafahrten und Szenenübergänge sind klug und ästhetisch umgesetzt sowie handwerklich auf hohem Niveau."

Foto: vorher-nacher einer Szene; Foto re
Foto: Auch am Marktplatz im Zentrum von Prien drehte Andreas Schmidbauer. Durch digitale Technik wurde der Marktplatz im Film in die 40er-Jahre zurückversetzt.

Zu seinem neuen Film befragt, räumt Andreas Schmidbauer in seiner Bescheidenheit zwar ein, dass er das Drehbuch geschrieben und die Kamera geführt habe, jedoch hätte ihm bei der gesamten Filmarbeit seine Schwester Tanja geholfen, und Maurice Back habe das Drehbuch überarbeitet. Beide hatten bei seinem ersten größeren Film "Herrschaft Zeit'n" bereits mitgespielt, der in "Marias Kino" in Bad Endorf der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Dabei war auch Schmidbauers Cousin Thomas, der in "Ein Deutscher" wieder die Hauptrolle spielt: Einen Schüler, der als Flakhelfer auf einem Flugplatz eingesetzt, vom Nazi-Regime vereinnahmt wird und schließlich wieder als Schüler endet. Mehr will Andreas Schmidbauer noch nicht verraten.

Gedreht wurde, wie schon der erste Film, in Prien und Umgebung. Bei manchen Szenen waren bis zu 50 Komparsen dabei. "Die Kostüme und Requisiten haben wir teilweise selbst gebastelt und zusammengeschustert", erzählt Andreas Schmidbauer. Doch sie stammen ebenso aus Museen oder aus dem Bestand von Filmen mit dem gleichen Thema. Sogar in Norwegen ist man fündig geworden.

Im Moment hat Andreas Schmidbauer, der in Stuttgart Audiovisuelle Medien studiert, keine weiteren großen Pläne. Zunächst aber wird der Film "Ein Deutscher" Anfang des Jahres zu sehen sein, aller Wahrscheinlichkeit nach wieder in "Marias Kino" in Bad Endorf.