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Mia vo da boarisch´n Mafia
05.11.2009

Priener Amateurfilmer erfolgreich mit Kurzfilm

"Mia vo da boarisch'n Mafia"

"Der Blaue", das jüngste Projekt von Andreas, Tanja und Thomas Schmidbauer, einer Amateurfilmgruppe aus dem Chiemgau, belegte jetzt bei den Münchener Medientagen beim "Camgaroo-Award 2009", dem "Oscar der Hobbyfilmer", den zweiten Platz in der Altersgruppe der 18- bis 26-Jährigen. Ende November läuft der Film im Rahmen des Oberbayerischen Jugendfilmpreises in Neuburg an der Donau.

Foto: Auf dem Friedhof: Andreas Schmidbauer, Benedikt Keller, Thomas Schmidbauer, Andreas Habl, Julia Ferber und Stefanie Hoesch (von links). Foto RE
Foto: Auf dem Friedhof: Andreas Schmidbauer, Benedikt Keller, Thomas Schmidbauer, Andreas Habl, Julia Ferber und Stefanie Hoesch (von links). Foto RE

Aus den zahlreichen Einsendungen wurden im Vorfeld von der Jury unter dem Vorsitz des oscarnominierten Kameramanns Jost Vacano ("Das Boot") die Teilnehmer für die Endausscheidung ausgewählt.

Seit 2003 dreht die Gruppe aus dem Chiemgau eigene Filme und nahm bereits an einigen Internetwettbewerben teil. Basierend auf einer Idee von Maurice Back (gleichzeitig einer der Darsteller) schrieb der 19-jährige Priener Andreas Schmidbauer das Drehbuch und war ebenfalls für Regie, Kamera und Schnitt zuständig.

Im Juli begannen 2009 die Dreharbeiten zu dem vierminütigen Kurzfilm in der Umgebung von Prien am Chiemsee.

Der Film ist angelehnt an den Klassiker "Der Pate" und überträgt das Mafia-Szenario in die bayerische Kultur. Dabei geht er vor allem auch auf die "Rivalität" zwischen Bayern und Preußen ein. Durch die Untertitelung der weitgehend im bayerischen Dialekt gehaltenen Dialoge wird die Komik in den jeweiligen Situationen verstärkt, da insbesondere die Figuren der "Preußen" starke Verständnisprobleme haben.

Ausgelöst durch die Ermordung ihres "Paten" beginnt die bayerische Mafia einen Rachefeldzug gegen die preußische Konkurrenz. Allen voran "der Blaue" (Andreas Habl), der trotz seiner Unerfahrenheit als neues Oberhaupt die Tradition verteidigt. Die Hierarchie innerhalb der bayerischen Mafia gleicht der Trumpffolge beim Kartenspiel "Schafkopfen", auch der Titel des Films ist an den umgangssprachlichen Namen der Spielkarte Gras-Ober angelehnt.

Die meisten Szenen spielen in urigen Gaststätten, gedreht wurde beim Brandlwirt in Hemhof und in der Meßnerstub'n in Urschalling sowie im Cucinas in den Chiemgau-Thermen in Bad Endorf.

Ein Teil der Musik wurde von der Blaskapelle Bad Endorf eingespielt, der andere stammt von einem weiteren Darsteller, Benedikt Keller aus Antwort.

Das Filmteam ist derzeit schon wieder mit einem neuen Film beschäftigt. "Herrschaft Zeit'n" wird voraussichtlich 2010 erscheinen und greift dieselbe Thematik auf, diesmal allerdings nicht mehr im Kurzfilmformat.

Nähere Informationen dazu im Internet unter www.schmidbauer-film.de. Dort steht auch "Der Blaue" zum Anschauen bereit.
re